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Sonntag, 21. Oktober 2018

Bauanleitung für einen schwebenden Adventkranz


 In die Vorweihnachtszeit, zu den Adventwochenenden, gehört ein Adventkranz in vielen Heimen grundsätzlich zu den dekorativen Momenten.
Wie der Adventkranz aus schaut ist sicherlich eine Frage des Geschmacks. Für all diejenigen die solch einen Adventkranz auch aus Holz mögen hier eine Bauanleitung zum selber bauen.

Für die Herstellungen haben wir:

Sperrholz 10mm Stärke
Sperrholz 6 mm Stärke
Rundholz 32 cm lang und ein Durchmesser von 15mm
Weißholz 24mm Stärke
Holzkugel 30 mm Durchmesser
Kordel 5mm Stärke

benötigt.

Zunächst wurde aus dem 100 mm starkem Sperrholz mit einem Zirkel ein Kreis  mit einerm Durchmesser von 30 cm aufgezeichnet und in einem Abstand von 6 cm ein kleinerer Kreis. Dann wurden zuerst der äußere und dann der innere Kreis ausgesägt.
Das ist die Grundplatte für den schwebenden Adventkranz.
Nach dem Aussägen werden über kreuz Markierungen für 4 Löcher auf der Grundplatte markiert und mit einem 6mm Bohrer durchbohrt. Diese Löcher dienen später für die Fixierung der Kordelbänder mit der Grundplatte.
 
Nachdem die Grundplatte geschliffen wurde, können wir diese zunächst zur Seite legen.
Nun geht es daran die Grundplatte mit dekorativen Figuren/Motiven zu bestücken. Wir haben uns für Tannebäumchen unterschiedlicher Formen und Größen und einem Elch und einem Hirsch mit einer Hirschkuh und –elch entscheiden.
Die Bäumchen haben eine Höhe von ca. 7 cm und 12 cm. Die Tiere sind etwa um die 8 cm hoch.

Nachdem wir uns dafür Schablonen erstellt haben, wurde diese zunächst auf die 6mm Sperrholzplatte aufgeklebt und im Anschluss ausgesägt.

An dieser Stelle eine Anmerkung.
Unsere Vorlagen werden von uns in der Regel am PC erstellt und für die weitere Verwendung ausgedruckt. Dann werden sie ausgeschnitten und mit einem Sprühkleber rückseitig besprüht. Gleich nach dem Auftragen des Klebers muss dann die Schablone auf das Holz aufgeklebt werden. Damit es gut haftet empfiehlt sich eine alte Kleiderbürste, womit man mit etwas Druck die Schablone auf das Holz auf bürstet.
Nach etwa 10 min Trocknungszeit kann man bereits an der aufgeklebten Schablone arbeiten. Nach dem Aussägen lässt sich dann recht einfach die Papierreste der Schablone vom Holz entfernen.
Wichtig!
Bitte tragt nicht so viel `Kleber auf das Papier auf. Sonst habt ihr beim Entfernen Schwierigkeiten es wieder zu entfernen. Es reicht, wenn der Kleber wie ein leichter Film auf dem Papier aufgebracht wird.
Es kann immer wieder mal vorkommen, dass ein Stück Papier sich nicht vom Holz entfernen lässt. Hier hilft dann nur noch mit Sandpapier die betreffende Stelle zu entfernen.

Nach dem Aussägen sollten alle Teile mit Sandpapier geschliffen werden. Damit die Figuren etwas plastisch wirken sollten die Kanten gebrochen werden. Wir haben einen Micromaten zum Brechen der Kanten benutzt.

Als nächster Arbeitsschritt haben wir uns ein Rundholz (hier 15mm Durchmesser) auf 32 cm Länge zurecht gesägt. 
 Dann wurde aus einem Weißholz (hier Fichte) von 24mm Stäke eine runde Platte von 12 cm Durchmesser ausgesägt. In deren Zentrum haben wir dann mit einem Forstnerbohrer ein Loch von 15mm Durchmesser gebohrt. Hier wurden dann das Rundholz und die runde Platte mit etwas Holzleim dauerhaft verbunden.
Zuvor haben wird an einem Ende es Rundholzes zwei Nuten über Kreuz ausgesägt, worin später die Kordel eingelegt wird.

Den Abschluss des schwebenden Adventkranz Bildes eine Holzkugel. Sie bekam mit
einem Forsternbohrer ebenfalls ein Loch, welches um 2mm größer ist, so dass die Kugel auf dem Rundholz wie eine Mütze aufgesetzt werden kann.


Wenn denn alle ausgesägten Teile geschliffen sind, kann man, Teile farblich gestallten.
Wer das Holz in seiner ursprünglichen Art mag, der leimt sie nunmehr auf die Grundplatte.
Hier einen Rat. Verbindet vor dem Aufbringen der Figuren/Bäume die Kordel mit der Grundplatte. Zu dieser zeit habt ihr noch keine störenden Figuren, die das Anbringen der Kordel behindern könnten. Ein einfacher fester Knoten ist ausreichend, damit die Kordel nicht durch das Loch rutschen kann. Über die Länge der Kordel könnt ihr bestimmen wie der Abstand zum Untergrund sein soll.

Für die Beleuchtung unseres Adventkranzes haben wir uns für Teelichter entscheiden. Hierzu haben wir maschinell vorgefertigte Holztüllen für Teelichter verabreitet. Sie passen sich sehr schön in das gesamte Bild ein.

Für die Herstellung plant so 3-4 Stunden ein.

Wir denken mal, dass es eine schöne dekorative Möglichkeit und Alternative zum geflochtenen Adventkranz ist.
Für die, die sich daran ausprobieren wollen sehr viel Spaß und vor allem sehr viel Freude an euerem eigenem Werk.

Also in diesem Sinne habt eine schöne und kreative Zeit….








  

Sonntag, 8. Januar 2017

Laubsägevorlagen contra Scherenschnitte ?



Es ist bereits Spätsommer, als ein Berliner Ehepaar unsere Werkstatt besucht.
Im Verlauf unseres Gespräches erwähnten sie, dass sie noch ältere Bücher besäßen – Auerbachs deutsche Kinderkalender-.
Darin befände sich eine Vielzahl von Vorlagen, die man sicherlich auch mit der Laubsäge aussägen könne, so die Frau. Da sie des Öfteren in unserer Gegend zum Wandern unterwegs seien, wollten Sie beim nächsten Mal vorbei schauen.
Es vergingen nur wenige Wochen und tatsächlich – erneut standen sie mit den Büchern in unserer Werkstatt. Leihweise überließen sie uns die Bücher.

Erst jetzt, mit dem durchblättern der Bücher befassten wir uns mit diesem Kalender. Woher stammte er, wer war der Autor dieser Kalender und welchen Sinn machte diese Bücher.

Nur so viel:
Dr. August Berthold Auerbach, der den Kalender 1881 in Leipzig gegründet hatte, verschaffte den Jungen und Mädchen die Plattform für die Kommunikation untereinander.
Über eigene Verse, Gedichte bis hin zu kleinen Geschichten aber auch die Suche nach Brieffreundschaften war dieser Kalender die Basis, um sich in der damaligen Zeit austauschen zu können.
(für weitergehende Infos empfehle ich http://www.webarchiv-server.de/pin/archiv01/4101ob18.htm)

In jedem der Bücher befand sich eine Vielzahl von Illustrationen, die auf der Grundlage von Scherenschnitten beruhen.

Viele Scherenschnitte wiederum waren in der Vergangenheit und sind noch bis heute ideale Vorlagen für filigranste Laubsägearbeiten. So sind zum Ende des 19. Anfang des 20 Jahrhunderts unzählige Laubsägevorlagen auf der Entstehung von Scherenschnitte zurück zu führen.
Diese Bücher waren sicherlich keine Fundgrube für unsere Arbeiten. Das ist natürlich auch immer eine subjektive Betrachtung. Für uns war die Qualität der Abbildungen nicht besonders gut gewesen ist. Aber – in dem einen oder anderen Buch fanden sich hier und da Motive, die dazu anregten, sie irgendwann einmal aus zu probieren. 
Das erste daraus entstandene Motiv seht ihr hier.

Also – Augen auf, wenn Ihr das nächste Mal über einen Trödelmarkt schlendert.
Vielleicht findet sich ja der eine oder andere kleine Schatz. Eine Zeitschrift, ein Katalog oder vielleicht auch ein Buch, worin sich alte Scherenschnitte wieder finden.

In diesem Sinne wünschen wir Euch allen einen
Erfolgreichen Start für das Jahr 2017

Montag, 30. Mai 2016

Workshops von Mai bis September

Mit dem Frühling kommt nicht nur der Drang nach…Draußen…da ist auch der Wunsch kreativ zu werden. Etwas mit den eigenen Händen , das eigene Kunstwerk zu erschaffen.

Für solche Momente bieten wir in der Zeit von Mai bis September an jedem 2. und 4. Samstag in der Zeit von 14.00 bis 17.00 Uhr Workshops an. Der Teilnehmerpreis beträgt 25,- Euro.

Es können sich Interessenten(innen) ob jung …ob alt bei uns anmelden. Die jüngsten Teilnehmer sollten mindestens 10 Jahre alt sein. Die Teilnehmerzahl ist auf 6 Personen begrenzt. Eine vorherige Anmeldung ist zwingend erforderlich.

Im Vordergrund steht das Erlebnis handwerklicher Arbeit und der daraus resultierenden körperlichen und mentalen Erfahrungen. Man ist bei der Arbeit ganz bei sich und versenkt sich ins handwerkliche Tun, ins Werk. Im Vordergrund stehen der Austausch von Erfahrungen, dem Vermitteln von Tricks, die man in keinen Büchern findet und der Spaß beim Entstehen des eigenen kleinen Kunstwerkes.
Wir wollen den Umgang mit der Laubsäge und was man mit dieser alles erschaffen kann den Interessenten(innen) nahe bringen.
Teilnehmerinnen des Mai-Workshop
Am Ende steht immer ein konkret nutzbares, hochwertiges Produkt. Dieses selbst geschaffene Werkstück begleitet den Teilnehmer lange. Mit Stolz soll jede(r) über das sichtbare Ergebnis wieder den Weg nach Hause antreten.

Wenn das geschieht, dann hat jede(r) auch für uns etwas zurück gelassen…Zufriedenheit…