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Dienstag, 1. September 2026

Das Jahr 2001 - der 1. September

 

25 Jahre „Das kleinste Sägewerk Brandenburgs“ – Vom Reisen über die Märkte zum festen Ausflugsziel

 

Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergeht: Unser kleinstes Sägewerk Brandenburgs feiert stolz sein 25. Jubiläum! 

Wenn wir heute auf die Anfänge zurückblicken, wird uns erst klar, was für eine aufregende Reise hinter uns liegt.

Altranft 2006
Vom Marktreisen zum festen Zuhause in Tiefensee
Alles begann offiziell am 1. September 2001 mit unserer Gewerbeanmeldung in Berlin. Wer uns von Anfang an kennt, erinnert sich vielleicht noch: Damals hieß es für uns „Reisen über die Märkte“. Wir haben unsere Holzkunst bei Wind und Wetter eingepackt und im Freien präsentiert. In den Jahren 2005/2006 zogen wir schließlich nach Tiefensee und meldeten unseren Betrieb hier in Werneuchen an.

Der große Wendepunkt: Unsere 45qm-Holzhütte
Ein Meilenstein, der alles veränderte, folgte kurz darauf. Dank der Vermittlung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) erhielten wir Unterstützung durch EU-Fördermittel. Das ermöglichte uns den Bau unserer heutigen 45 Quadratmeter großen Holzhütte. Endlich hatten wir ein festes Dach über dem Kopf, einen gemütlichen Verkaufsladen und den perfekten Raum für unsere Kreativ-Workshops.

Echte Handarbeit an der Laubsäge und Kundschaft von nah und fern
Bei uns rattert keine vollautomatische Lasermaschine – alle unsere Arbeiten entstehen ausschließlich in reiner, handgeführter Laubsägetechnik! 

Neben unseren saisonalen Klassikern wie Weihnachtspyramiden, Lichterbögen, Kerzenständern und Fensterdekorationen liegt unsere ganz große Leidenschaft in den individuellen Auftragsarbeiten. Wir bringen all das aufs Holz, was in Ihren Köpfen herumgeistert – egal ob detailgetreue Porträts von Menschen und Haustieren oder ganz persönliche Geschenkideen, für die Ihnen selbst vielleicht die kreative Ader fehlt. Wer uns besucht, darf auch jederzeit einen Blick in die Werkstatt werfen und das Handwerk hautnah erleben.

Unsere Leidenschaft sprach sich herum. Ein ganz besonderer Ritterschlag folgte im Jahr 2014, als wir offiziell im Jahrbuch der Landesregierung Brandenburg verewigt wurden und die Landstreicher des RBB in unsere Werkstatt kam. In den Jahren danach waren Medien wie der RBB, die lokale Presse (MOZ) und die Berliner Zeitung immer wider Gast bei uns und berichteten über unser Handwerk. 

Aus dem kleinen Marktstand von einst ist ein ganzjährig geöffnetes Ausflugsziel geworden. Besonders in der Vorweihnachtszeit macht es uns wahnsinnig stolz zu sehen, wie weit die Wege sind, die Sie für uns zurücklegen: Ob aus dem Ruppiner Land, der Uckermark, aus Wittenberg, Ludwigslust, der Magdeburger Börde oder dem Spreewald, aber auch aus dem Berliner Umland und Berlin selbst – für Ihre Treue können wir uns gar nicht genug bedanken!

DANKE an alle Wegbegleiter!
Kommen Sie uns gerne wieder in Tiefensee besuchen und feiern Sie diesen Meilenstein mit uns!

Schreiben Sie uns in die Kommentare:
Kennen Sie uns schon aus den Anfangstagen? Welches handgefertigte Stück begleitet Sie vielleicht schon seit Jahren zu Hause? Wir freuen uns auf Ihre Geschichten in den Kommentaren!

Auf die nächsten 25 Jahre,
Ihr Team vom Kleinsten Sägewerk Brandenburgs
Heike & Bernd Eilitz

 

Sonntag, 26. November 2023

Weihnachtsbaum schlagen in Tiefensee bei Berlin

 Jetzt - mit Beginn der Vorweihnachtszeit möchte ich Euch auf zwei Orte in unserem Ort aufmerksam machen, wo man noch ganz frische Weihnachtsbäume zu kaufen bekommt.


Hier braucht es wetterfeste Kleidung, vielleicht eine Säge und sehr viel Lust auf fische Luft in der Natur.

Da ist zunächst der familiär geführte Landwirtschaftsbetreib der Familie Nietsch.
Hier bekommt ihr neben Euren selbst geschlagenen Weihnachtsbaum leckere saisonale Landwirtschaft Produkte zu kaufen. Wer nach dem schweißtreibenden Suchen nach einem Baum und deren Fällung Hunger verspürt, dem empfehlen wir etwas vom Grill oder eine deftige Suppe aus der Gulaschkanone.




Der nächste Standort ist der von der  Familie Krause.

Auch hier heißt es sich körperlich zu betätigen, um den richtigen Baum fürs eigene Heim zu finden.
Na - und für die, die aus welchen Gründen auch immer keinen Baum selber schlagen können/wollen/möchten. Hier gibt es einen kleine feine Auswahl an bereits geschlagenen Bäumen.

Bewegung macht bekanntlich hungrig. Familie Krause bietet hier frisches Wild zum Verkauf und Wildschwein vom Grill.

Auch hier empfehlen wir euch für weiter Informationen die Internetseite:

Willkommen bei Weihnachtsbäume & Wildschweinbraten in Tiefensee bei Familie Krause

Beide Orte sind leicht zu finden.
Während Familie Nietsch aus Richtung Berlin kommend mit Schildern auf sich aufmerksam macht. Findet Ihr Familie Krause etwa 400 Meter vor der Einfahrt nach Tiefensee aus Richtung Bad Freienwalde kommend, unmittelbar an der B158 gelegen.

Naja - zu guter Letzt auch noch ein Hinweis in eigener Sache.
Für alle, die sich für den Kauf eines Weihnachtsbaumes entschieden haben. Mein Lädchen, welches sich im Zentrum von Tiefensee befindet, bietet Euch dann auch das passende an Dekorativen für Euren Baum bzw. eurer Heim. 
Hier möchte ich nur beispielhaft aufzählen, Baumanhänger, wie Sterne, 3D Motive, dann Kerzenständer, Lichterbögen oder Pyramiden.
Ich würde mich freuen, Euch im kleinsten Sägewerk Brandenburgs begrüßen zu dürfen.

In diesem Sinne eine wunderschöne Vorweihnachtszeit...bleibt gesund....





Donnerstag, 28. Januar 2021

Restauration einer Weihnachtspyramide

Es gibt sie immer wieder. Diese Momente voller Überraschung. 
So auch diese, von der ich heute berichten möchte.

Die Vorweihnachtszeit ist doch immer wieder eine besondere Zeit. Um das Heim schön zu dekorieren. Kartons werden aus dem Keller, vom Speicher/Boden oder aus dem Vorratsraum geholt.
Dann - mit Entsetzen stellt man fest, dass das eine oder andere gute Stück in die Jahre gekommen ist und dringend einer Reparatur/Wartung bedarf. Eine Angelegenheit, die man doch vor dem Wegräumen erledigen kann – oder? Nun - es steht uns nicht zu hier zu urteilen. Aber – ein Vorschlag verschafft allen Seiten eine entspannte Zeit.


Nun ist es bei meiner heutigen Geschichte sicherlich nicht so dramatisch verlaufen. Aber- dennoch um die Pyramide, die hier aufgearbeitet werden sollte, waren sehr viele Teile in die Jahre gekommen. Mehrfach repariert, bemalt oder so weit verschlissen, dass sie unansehnlich geworden sind.
Letztlich blieb nur noch das Grundgerüst der Pyramide, um etwas Neues, Ansehnliches daraus zu machen.

Und – es gab etwas, was uns bewog hier noch einmal Hand an zu legen.
Diese Pyramide war ein ganz besonderes Geschenk an die Mutter der heutigen Besitzerin, die vor vielen Jahrzehnten für ihre hervorragende Arbeit von ihrem Arbeitgeber mit diesem wunderbaren Bauwerk beschenkt wurde.
So etwas hat es nicht verdient im Müll zu laden.

Über die Arbeit selbst gibt es nicht viel zu berichten. Sie war durchzogen mit Überlegungen, wie man
sie wieder optisch aufpeppen könnte. Das in die Jahre gekommene Holz mit viel Schleifpapier wieder ein ansehnliches Gesicht verschafft. Und – mit welchen Figuren die Pyramide bestückt werden sollte.


Letzteres haben wir gemeinsam mit der Besitzerin und ihrem Ehemann durchgeführt. So konnten sie sich ganz individuell ihre mit vielen emotionalen Momenten der eigenen Lebensgeschichte behafteten Pyramide ein ganz besonderes Gesicht geben.

Obwohl es bei der Vielzahl unserer Arbeiten nicht immer sinnvoll und auch möglich ist, so haben wir dennoch von der Besitzerin einige Fotos und dieses Video dankeswerter Weise zur Verfügung gestellt bekommen, um diesen Beitrag noch etwas zu bebildern.

Auf diesem Wege möchten wir uns noch einem bei der Besitzerin, die im Oderbruch zu Hause ist, für diese tolle Auftragsarbeit bedanken. Es war wieder einmal dieser Moment in ein tolle Abenteuer zu starten.



 

 

 

 


Sonntag, 21. Oktober 2018

Bauanleitung für einen schwebenden Adventkranz


 In die Vorweihnachtszeit, zu den Adventwochenenden, gehört ein Adventkranz in vielen Heimen grundsätzlich zu den dekorativen Momenten.
Wie der Adventkranz aus schaut ist sicherlich eine Frage des Geschmacks. Für all diejenigen die solch einen Adventkranz auch aus Holz mögen hier eine Bauanleitung zum selber bauen.

Für die Herstellungen haben wir:

Sperrholz 10mm Stärke
Sperrholz 6 mm Stärke
Rundholz 32 cm lang und ein Durchmesser von 15mm
Weißholz 24mm Stärke
Holzkugel 30 mm Durchmesser
Kordel 5mm Stärke

benötigt.

Zunächst wurde aus dem 100 mm starkem Sperrholz mit einem Zirkel ein Kreis  mit einerm Durchmesser von 30 cm aufgezeichnet und in einem Abstand von 6 cm ein kleinerer Kreis. Dann wurden zuerst der äußere und dann der innere Kreis ausgesägt.
Das ist die Grundplatte für den schwebenden Adventkranz.
Nach dem Aussägen werden über kreuz Markierungen für 4 Löcher auf der Grundplatte markiert und mit einem 6mm Bohrer durchbohrt. Diese Löcher dienen später für die Fixierung der Kordelbänder mit der Grundplatte.
 
Nachdem die Grundplatte geschliffen wurde, können wir diese zunächst zur Seite legen.
Nun geht es daran die Grundplatte mit dekorativen Figuren/Motiven zu bestücken. Wir haben uns für Tannebäumchen unterschiedlicher Formen und Größen und einem Elch und einem Hirsch mit einer Hirschkuh und –elch entscheiden.
Die Bäumchen haben eine Höhe von ca. 7 cm und 12 cm. Die Tiere sind etwa um die 8 cm hoch.

Nachdem wir uns dafür Schablonen erstellt haben, wurde diese zunächst auf die 6mm Sperrholzplatte aufgeklebt und im Anschluss ausgesägt.

An dieser Stelle eine Anmerkung.
Unsere Vorlagen werden von uns in der Regel am PC erstellt und für die weitere Verwendung ausgedruckt. Dann werden sie ausgeschnitten und mit einem Sprühkleber rückseitig besprüht. Gleich nach dem Auftragen des Klebers muss dann die Schablone auf das Holz aufgeklebt werden. Damit es gut haftet empfiehlt sich eine alte Kleiderbürste, womit man mit etwas Druck die Schablone auf das Holz auf bürstet.
Nach etwa 10 min Trocknungszeit kann man bereits an der aufgeklebten Schablone arbeiten. Nach dem Aussägen lässt sich dann recht einfach die Papierreste der Schablone vom Holz entfernen.
Wichtig!
Bitte tragt nicht so viel `Kleber auf das Papier auf. Sonst habt ihr beim Entfernen Schwierigkeiten es wieder zu entfernen. Es reicht, wenn der Kleber wie ein leichter Film auf dem Papier aufgebracht wird.
Es kann immer wieder mal vorkommen, dass ein Stück Papier sich nicht vom Holz entfernen lässt. Hier hilft dann nur noch mit Sandpapier die betreffende Stelle zu entfernen.

Nach dem Aussägen sollten alle Teile mit Sandpapier geschliffen werden. Damit die Figuren etwas plastisch wirken sollten die Kanten gebrochen werden. Wir haben einen Micromaten zum Brechen der Kanten benutzt.

Als nächster Arbeitsschritt haben wir uns ein Rundholz (hier 15mm Durchmesser) auf 32 cm Länge zurecht gesägt. 
 Dann wurde aus einem Weißholz (hier Fichte) von 24mm Stäke eine runde Platte von 12 cm Durchmesser ausgesägt. In deren Zentrum haben wir dann mit einem Forstnerbohrer ein Loch von 15mm Durchmesser gebohrt. Hier wurden dann das Rundholz und die runde Platte mit etwas Holzleim dauerhaft verbunden.
Zuvor haben wird an einem Ende es Rundholzes zwei Nuten über Kreuz ausgesägt, worin später die Kordel eingelegt wird.

Den Abschluss des schwebenden Adventkranz Bildes eine Holzkugel. Sie bekam mit
einem Forsternbohrer ebenfalls ein Loch, welches um 2mm größer ist, so dass die Kugel auf dem Rundholz wie eine Mütze aufgesetzt werden kann.


Wenn denn alle ausgesägten Teile geschliffen sind, kann man, Teile farblich gestallten.
Wer das Holz in seiner ursprünglichen Art mag, der leimt sie nunmehr auf die Grundplatte.
Hier einen Rat. Verbindet vor dem Aufbringen der Figuren/Bäume die Kordel mit der Grundplatte. Zu dieser zeit habt ihr noch keine störenden Figuren, die das Anbringen der Kordel behindern könnten. Ein einfacher fester Knoten ist ausreichend, damit die Kordel nicht durch das Loch rutschen kann. Über die Länge der Kordel könnt ihr bestimmen wie der Abstand zum Untergrund sein soll.

Für die Beleuchtung unseres Adventkranzes haben wir uns für Teelichter entscheiden. Hierzu haben wir maschinell vorgefertigte Holztüllen für Teelichter verabreitet. Sie passen sich sehr schön in das gesamte Bild ein.

Für die Herstellung plant so 3-4 Stunden ein.

Wir denken mal, dass es eine schöne dekorative Möglichkeit und Alternative zum geflochtenen Adventkranz ist.
Für die, die sich daran ausprobieren wollen sehr viel Spaß und vor allem sehr viel Freude an euerem eigenem Werk.

Also in diesem Sinne habt eine schöne und kreative Zeit….








  

Dienstag, 20. Oktober 2015

Ein kurzes Hallo...


...Hallo Ihr Lieben,

nach einer doch etwas längeren Funkstille möchte ich heute mal wieder etwas von mir hören lassen.

Die zurückliegenden Wochen waren so ereignisreich, dass ich mich erst jetzt wieder meinen vorweihnachtlichen Bastelaktivitäten widmen kann. Es wird in diesem Jahr altes und vergessenes wieder aufgefrischt. Ob dabei auch die eine oder andere Bauanleitung hier zur Veröffentlichung kommt, kann ich heute noch nicht sagen.

Mein Geschäft hat mit dem Wechsel für die Vorweihnachts- und Winterzeit eine grundlegende Änderung erfahren. Hierfür habe ich viel Zeit investiert. Ich habe vieles umgeräumt, umdekoriert und hier und da etwas mehr Platz für Neues schaffen können.

Dieser Hinweis ist besonders für diejenigen gedacht, die uns besuchen wollen.

Lasst Euch überraschen. Nur so viel sei verraten, dass ich nun nach einer längeren Pause wieder Pyramiden, kleine für den Tisch, gebaut habe.

Die wiederholten Nachfragen haben mich dann doch dazu animiert einige zu bauen.

In diesem Sinne, wünschen wir Euch eine wunderschöne Zeit
und freuen uns Dich…oder…Dich...
im Kleinsten Sägewerk Brandenburgs begrüßen zu dürfen…

Sonntag, 14. Dezember 2014

Kerzenständer mit Rentieren (Bauanleitung)

Heute möchte ich Euch gerne eine Bauanleitung anbieten für einen Kerzenständer der ganz besonderen Art.


Doch zuvor möchte ich etwas zu unserer Idee schreiben, wie es zu diesem dekorativen Kerzenständer kam.

Gelegentlich haben mein Mann und ich die Chance eine Zeitschrift in die Hände zu bekommen, die sich „Creative Woodworks & Crafts“ nennt. Ihren Ursprung hat sie in den USA und ist unseres Erachtens eine der informativsten Fachzeitschriften, wenn es um neue Ideen/Anregungen oder Techniken der Laubsägearbeit geht.

Neben tollen Arbeiten von super Designer und kreativen Menschen findet man auch so manchen hilfreichen „Schupser“, um so manche „Klippe zu umschiffen“, die sich während des Handwerkelns auftut.

Unter den vielen Autoren haben uns die interessanten Beiträge von Dirk Boelman, und den gemeinsamen Arbeiten mit seiner Frau Karen, in ihrer Werkstatt The Art Factory, es ganz besonders angetan.

So gelangten wir auch an eine Ausgabe dieses Magazins, wo der Bau von Rentieren, Designer Dirk Boelman, beschrieben wurde. Lange blieb das Magazin im Regal. Vor einigen Wochen, beim neuerlichen durchblättern viel uns wieder dieser Beitrag auf. Dieses Mal schwirrte uns im Kopf eine Idee herum. Sie war der Grundstein für diesen Kerzenständer, wie ihr ihn nun auf den Bildern seht.

Schnell waren 2 unterschiedliche Bäume gezeichnet und als das kleine „i“-Tüpfelchen 2 kleine Häschen, die nicht größer waren wie eine 1Cent-Münze. 

Wie Ihr den Bildern entnehmen könnt, haben wir eine Grundplatte ( ca. 6mm Birkensperrholz) gewählt, die einer Wolke nach empfunden ist. Für die Aufnahme von teelichtern wählten wir eine flache Kerzentülle aus Buchenholz.
Solch eine Kerzentülle findet man sicherlich schnell im Internet zu einem günstigen Preis.

Alternativ kann man einen Holzring aussägen und diesen auf die Grundplatte aufleimen, um zu vermeiden, dass das Teelicht von der Grundplatte rutscht.

Unsere gemalten Bäumchen und Hasen wurden mit etwas Sprühkleber auf eine 6mm Sperrholzplatte aufgeklebt und ausgesägt. Wir benötigten drei große und einen kleinen Baum.

Letztlich ging es daran die Rentierteile aus zu sägen.

Da wir uns für eine Höhe von gerade einmal 3 bzw. 4 cm entschieden, kam hier nur 2mm Birkensperrholz (4fach geleimt) in Frage. Nachdem die        Einzelteile ausgesägt waren, wurden alle Flächen geschliffen und anschließend die Einzelteile mit Berliner Kaltleim zusammen geleimt.

Eine Klemme und der erforderliche Druck für ein dauerhaftes Verbinden waren gegeben.

Nach einer Trocknungszeit von 20 bis 30 Minuten ging es nun noch einmal mit Schleifpapier daran, die Kanten der Tiere zu brechen und eine schöne plastische Form zu erreichen.

Letztlich wurden die Tiere nur noch auf der Grundplatte optisch schön zur Geltung gebracht und mit Holzleim aufgeleimt.

Für diese Arbeit sollte man etwa 2 bis 3 Stunden (incl. Der Trocknungszeiten des Leims) einplanen.

Vielleicht ist das ja eine Anregung für ein ganz persönliches Weihnachtsgeschenk.

Na dann…ran an die Arbeit und viel Spaß beim nachbauen….
 

Sonntag, 7. Dezember 2014

Eine Holz Eisenbahn zum Nikolaus...oder...wie bau ich mir eine...


Inspiriert von einem Auftrag aus der Nachbarschaft, wo wir eine Eisenbahn zu Dekorationszecken herstellten, wollten wir unserer Tochter und ihrem Freund eine ganz besondere Freude machen.

Bei der für die Nachbarschaft hergestellten Holz-Eisenbahn handelt es sich um eine ca. 35 x15x20 cm große Lok mit seinen dazugehörigen Wagons unterschiedlicher Ausführungen. Hier wurden alle Teile selbst gefertigt und zusammen gebaut.

Es gibt hier weder Nägel noch Schrauben, die die Holzteile miteinander verbinden, d.h. Metall insgesamt wird man hier nicht finden.

Wir hätten gerne noch mehr von diesen Wagons gebaut. Aber nach gut 140 cm Länge wurden wir gebeten keine weiteren mehr her zu stellen.

 
Aus dieser Idee war ein Projekt entstanden, das zum Nachbauen anregt und in seiner Schwierigkeit für einen geübten Hobbybastler keine größeren Anstrengungen bedeuten wird. Vorausgesetzt in seiner/ihrer Werkstatt sind die erforderlichen Arbeitsutensilien vorhanden, um nicht daran frustriert zu scheitern.

Für die Herstellung der Lok und 4 Wagen sollte man 3 bis 4 Arbeitsstunden einplanen. Vorausgesetzt man hat bereits einige Erfahrungen mit dem Verbauen von Holz.

Beim Bau der Eisenbahn und den Wagen hatten wir uns an vorhandene Holzreste gehalten, die es zu verarbeiten galt. Da wir in ausreichender Menge 5 mm Birkensperrholz zur Verfügung hatten, war somit das Grundmaterial auserkoren.

Aus der Erfahrung mit unserer ersten Eisenbahn wussten wir, dass so ein Teil schnell an Länge gewinnen kann. Da unsere Bahn „nur“ zu Dekorationszwecken benutzt werden soll, beschränkten wir uns auf eine Länge von 10 cm pro Wagen.

So ergab sich daraus unser erstes Maß für die Bodenplatte: 10 x 4 cm.

Die Enden der Bodenplatte verjüngten wir. Dort kam in einem Abstand von 5mm zur Kante ein 4mm Loch, in welches ein Rundstab für die Wagenverbindungen eingeleimt wurde.

Damit die Räder auch funktionsfähig sind, also sich auch drehen lassen, hatten wir aus Fichtenholz (man kann auch anderes Holz verwenden) kleine 4 cm lange und 12x12mm breite Hölzer gesägt, in deren Zentrum mit einem 5mm Holzbohrer dieses Holz in seiner Länge durchbohrt wurde. Dieses Loch sollte ein 4mm Rundholz als Achse für die Räder aufnehmen.

Wir wählten dann Räder in einem dm von 20mm. Hiervon hatten wir mal eine sehr große Menge fehl gekauft. Nun erfüllten sie doch noch ihre Funktion.

Das Rundholz nun im Vierkant und mit den Rädern verbunden wird von unten an die geschliffene Bodenplatte mit Holzleim angeleimt. Für einen dauerhaften Halt ist es von Vorteil, wenn beide Teile mit etwas Druck (z.B. mit einer Zwinge verbunden werden.

Je nach Art des Holzleimes ist eine Trocknungszeit von 15 bis 30 min. ein zu planen.

In dieser Zeit wurden die Seitenteile der Wagons auf dem Holz aufgezeichnet.

Damit an den Seitenwänden die Stirnseiten des Anhängers nicht zu sehen sind, wählten wir das Maß 8cm Länge und 4 cm Höhe.

Warum nun 8cm?

Der Wagen hat eine Gesamtlänge von 10cm. An beiden Seiten verjüngt sich die Stirnseite der Bodenplatte. Diese Verjüngung beginnt jeweils 1cm von der Kante entfernt.

Die Fenster des Wagens sind ebenfalls sehr einfach gehalten und wurden mit Hilfe einer Lochschablone (Alternativ geht’s auch mit einem Zirkel) auf gezeichnet.

Zuerst wurde die Mitte markiert und von dort auch erneut die Mitte der geteilten Fläche. Für den unteren Bogen wählten wir einen dm von 12mm. In der Verlängerung den Halbkreis bis zur Kante mit einer Linie verlängert und die Fenster waren aufgemalt.

Die Stirnseiten des Wagen ausgemessen: 3x4 cm.

Nun hieß es nur noch alle vorgezeichneten Holzstücke aus zu sägen und zu schleifen.

Für das Dach wurde eine Platte 5x10 cm ausgesägt und in deren Zentrum ein Loch (hier 21mm) für die Aufnahme einer Kerzentülle aus Blech ausgesägt.

Alle Teile ausgesägt und fertig für das weitere Zusammenbauen, ging es daran, die Teile mit Holzleim zu verbinden.

Auch hier ist es von Vorteil, wenn die Teile mit einem dauerhaften Druck (z.B. Klemme) miteinander verbunden werden.

Während des Trocknens der Seitenteile hatten wir uns daran gemacht, nicht nur Wagons sondern auch Güterwagen her zu stellen. Da wir noch eine größere Menge an 6mm Rundstäben hatten, war schnell klar, welche Art von Wagen gebaut wird. Hierzu bohrten wir in eine bereits ausgesägte Bodenplatte in einem Abstand von 8mm auf beiden Seiten 3 Löcher. In diese wurden 4mm Rundhölzer verleimt. Nach einer Trocknungszeit wurden dann die 6mm Rundstäbe auf diesem Wagen dauerhaft mit dem Wagen verleimt.

Aus übrig gebliebene Resten bauten wir zu guter letzt noch einen offenen Wagen.

In dieser Zeit hatten die Seitenteile der Wagen genügend Zeit zum Trocknen des Holzleimes.

Kleinere Unebenheiten wurden mit einem Schleifteller (andere Schleifgeräte gehen dafür auch) weg geschliffen und die Seitenteile mit der Bodenplatte verleimt.

Nach einer erneuten Trocknungszeit wurde das Dach aufgeleimt.

Nun standen insgesamt 7 Wagen vor uns und das Wichtigste fehlte noch – die Eisenbahn selbst.

Für den Kessel wählten wir einen Besenstiel von 3cm
Durchmesser, den wir auf eine Länge von 4cm kürzten. Davon wurde ein Drittel in seiner Länge abgesägt und mit einem Schleifgerät begradigt. Für die Schornsteine wurde ein Rundstab benutzt. Als besonderes Highlight befand sich unter den gekauften Holzkleinteilen dieses unförmige Holzgebilde, was genau das Richtige für einen zweiten Schornstein darstellte.

Auf die Herstellung des Führerhauses möchte ich an dieser Stelle nicht näher eingehen. Die Bilder hierzu sprechen sicherlich für sich.


Pünktlich am Nikolaus kam dann auch unser Päckchen bei den beiden an.

Nun hat es bereits einen ganz besonderen Platz gefunden.

Für jeden, der sich nun anschickt diese Bahn nachbauen zu wollen, dem können wir nur viel, viel Spaß wünschen und gutes gelingen…für all diejenigen, die es nicht können und doch so eine Bahn haben möchten, die schreiben mich einfach an….


…in diesem Sinne wünschen wir allen eine besinnliche…kreative…und…frohe Vorweihnachtszeit….

Donnerstag, 27. September 2012

Holzkunst & Sägewerk ...wie passt das zusammen?

 

Das Sägewerk besteht aus einem kleinen Arbeitstisch mit einem vorgelagerten Brettchen, welches einen v-förmigen Ausschnitt hat und dem "Sägewerk" - eine Laubsäge (einige bezeichnen es auch als Bügelsäge). 
Mit dieser Säge entstehen einfache Formen bis hin zu sehr sehr filigranen Arbeiten.

Die Laubsäge - ein Jahrhunderte altes Arbeitsmittel, welches in den Geschichtsbüchern um das Jahr 1552 erstmals seine Erwähnung fand, hat über viele Generationen hinweg immer wieder Menschen fasziniert und die wunderschönsten Arbeiten zu Tage gebracht.

Auch wir, mein Mann und ich, wurden vor mehr als einem Jahrzehnt davon infiziert. Auch wenn die Umstände, die dazu führten, keine Guten waren.
Ein Verkehrsunfall meines Mann brachte ihn dazu eine Therapie zu finden, die die Motorik seines Armes wieder belebt. Schnell fand er Gefallen an dieser Tätigkeit - war sie auch ein mentaler Ausgleich zu seinem verantwortungsvollen Beruf. Waren es anfänglich nur Übungen so entwickelten sich sehr schnell die ersten "kleinen Meisterwerke". Über die Jahre wurde auch die ganze Familie davon angesteckt und so werkeln wir gemeinsam in unserer kleinen Werkstatt.

Heute sind unzählige "kleine Meisterwerke" entstanden - die ihren Besitzer gewechselt haben.

Es bereitet uns immer wieder unheimlich viel Freude, wenn Menschen unseren Hofladen besuchen und wir das Funkeln in den Augen unserer Besucher sehen. Wenn der Großvater wieder zum Kind wird, wenn Eltern unbeschwert das eine oder andere Stück für ihre Sprößlinge mitnehmen - in dem Wissen, dass wir keine giftigen Produkte verarbeiten - man uns in der Barnimer Region mit diesem Handwerk nun garnicht vermutet.

Unserer Arbeit...unser tun...den Namen das
"Kleinste Sägewerk Brandeburgs"
zu geben, entstand aus einer Laune heraus. Heute können wir nicht wirklich sagen, wie es eigentlich dazu gekommen ist.

Mit diesem Blogg wollen wir auf unsere Arbeiten aufmerksam machen und die Neugierde für dieses wunderschöne und doch sehr alte Handwerk wecken.

Holzkunst & Sägewerk...das sind zwei sich ergänzende Beschreibungen für die Ver- und Bearbeitung von Holz. Sie bedingen sich einander.
Es macht unheimlichen Spass die Laubsäge, also das Sägewerk, in die Hand zu nehmen, seiner Kreativität freien Raum zu lassen und am Ende etwas optisch einmaliges zu schaffen...

....die einen nennen es Holzkunst...für uns ist es dem Holz neues Leben zu schenken....

Wir freuen uns über jeden Besucher hier auf diesen Seiten und über den einen oder anderen Kommentar.

Herzliche Grüße aus dem Kleinsten Sägewerk Brandenburgs